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Berlin - theArter Galerie - 17. Oktober 2011

Tourtagebuch

Schon bei Fahrtantritt war zu spüren, wie sehr die ganze Gruppe sich auf Berlin freute.

Sabine bestickte ihr Kleid zu Beginn der sechsstündigen Fahrt  mit weiteren Perlen und beriet sich mit Heike, die als studierte Modedesignerin sicher eine bessere Ansprechpartnerin war als ich, die Handarbeitsniete par excellence.

Sabine berichtete uns während der Fahrt, dass sie auf der Frankfurter Buchmesse die Bekanntschaft von „Putzi“ gemacht hatte. Putzi, die Putzfrau eines Schauspielers, die dessen Leben umgekrempelt hatte. Daraus entstanden ist das Buch „Die Putzi Diaries“, ein witziges und lebenskluges Buch, welches Sabine als signiertes Exemplar von Putzi alias Marianne Schneider geschenkt bekommen hatte. Sabine las uns einige Textstellen aus Putzis Diaries vor, solange bis sie vor lauter lachen kein Wort mehr herausbrachte. Sabine brach förmlich kichernd im Heck des Wagens zusammen, was uns alle ansteckte und mir die Lachtränen in die Augen trieb.

Unterwegs erhielten wir die Information, dass wir ausverkauft seien. Das freute uns riesig – gerade in Berlin! - und hob die ohnehin gute Stimmung weiterhin an.

Als wir die Location, die theArter Galerie  betraten, wurden wir von Karsten empfangen, der seine ganze Familie mobilisiert hatte, um uns zu versorgen. Die Familie hatte gekocht, gebacken und gebraten. Unser Backstagebereich war liebevoll eingerichtet. Selbstgebackener Kuchen und jede Menge Knabberzeug erwartete uns. Das tat nach der langen Fahrt besonders gut. Wir haben ordentlich reingehauen. Besonders die selbstgemachten Liköre sorgten bei Adivarius und unserem Fotografen Bernd für Begeisterung. Die Location beeindruckte durch eine Vielzahl von ausgefallenen, großformatigen Bildern in Airbrushtechnik, die größtenteils von Karsten stammen. Der Gastraum überzeugte mit gemütlicher Atmosphäre.

Besonders freuten wir uns, dass Putzi und ihr Handtaschen-Rehpinscher Leon diesem Abend zu unseren Gästen zählen würden.

Mike und Micha vom Rabenbanner mussten ihr Programm angesichts der relativ kleinen Bühne spontan umstricken, was aber anscheinend kein Problem für die beiden dazustellen schien. Ein paar Mal geriet die an der Decke hängende Deko in Gefahr, aber alles ging gut, die beiden beherrschten eben ihr Handwerk.

Nachdem ich mich an meinem Büchertisch postiert hatte, konnte ich einen Blick nach draußen erhaschen, wo sich die Besucher bereits vor der Tür stapelten. Ich befürchtete, dass wir einigen Gästen keinen Einlass mehr gewähren konnten. Aber Karsten hatte alles fest im Griff, nutzte jeden kleinsten Winkel, um dort noch Platz für einen Stuhl zu schaffen.

Das von Anfang an mitfiebernde Publikum an diesem Abend ließ die Show zu etwas ganz Besonderem werden. Sabine lief zur Höchstform auf. Man merkte, dass sie sich in heimatlichen Gefilden bewegte. Die Berlinerin kam spontan durch, was beim Publikum besonders gut ankam.

Trotz der Beengtheit auf der Bühne, man könnte fast sagen, dass kuschelige Atmosphäre herrschte, lieferten Adivarius ihre Stücke in gewohnter, hervorragender Qualität ab.

Als Rabenbanner ihre Künste vorführten, stöhnte  das Publikum mitfühlend, wenn einer der Beiden von dem Anderen gekonnt zu Boden geschickt wurde.  Aber an einer Stelle lachten sie schallend. Mike und Micha führten eine besondere Technik eines Entwaffneten vor. Der Entwaffnete drehte das Schwert geschickt in Richtung des Angreifers, schob dies zwischen dessen Beinen hindurch und wurde ruckartig nach oben gezogen. Mike, der den Angreifer darstellte, griff nach dieser Vorführung zum Mikrofon und säuselte ein stimmlich sehr hohes Dankeschöööön in Richtung der Zuschauer. Johlender Beifall belohnte die zwei für das Gebotene.

Als Sabine die Szene zwischen Marthe und Thomas vorgetragen hatte, sah ich, wie zwei Damen sich verstohlen die Tränen aus den Augen tupften.

Das Berliner Publikum war einfach überragend. Die Stimmung war ausgelassen, begeistert und fröhlich, was uns alle ansteckte.

Ein Abend, den wir sicher nicht so schnell vergessen werden.

Diana Wolter - WerkZeugs Kreativ KG