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Marthe-Saga Lesetour

Tourtagbuch

Forum Rheinhausen - Duisburg - 16.Oktober 2011

Mit Freuden stellten wir fest, dass Petra, der blonde Engel der Agentur EAM, uns in Duisburg in einem vier Sterne Hotel unterbringen konnte. Die Adivaren planten umgehend, am nächsten Morgen sehr früh aufzustehen, um die hauseigene Sauna und den Swimmingpool in Beschlag zu nehmen.

Nach kurzem Aufenthalt im Hotel mussten wir schon wieder zum abendlichen Spielort aufbrechen.

Maurice, quasi in heimatlichen Gefilden unterwegs, kümmerte sich um die Technik und die Abstimmung von Scheinwerfern und der Beleuchtung im Allgemeinen.

Die Bühne im Forum Rheinhausen bot Sven genug Platz um das Equipment der Band ansprechend in Szene zu setzen. Im Backstagebereich lauschten wir dem Soundcheck, der über Sprechgesänge bis hin zu witzigen Erzählungen eines Schwankes aus dem eigenen Leben der jeweiligen Testsprecher ging.

Maurice raste im Raum hin und her, um die Tonqualität in jedem Winkel des Raumes zu prüfen.

Das Essen des Abends bestand aus einem kalt-/warmen Buffet, dass mich ungemein an das Speisenangebot zu Partykellerzeiten meiner Kindheit erinnerte. Käsewürfelchen, Flaggenspießchen und jede Menge kleine Häppchen standen bereit. Einzig der Mettigel fehlte, wie Frank bemerkte.

Sabine, ein echtes Berliner Kind, freute sich besonders über die gelungenen Buletten.

An diesem Abend eröffnete Sabine die Vorführung mit einer Erklärung darüber, dass im Hochmittelalter Pannesamtkleider, sowie Dekolletees noch nicht erfunden waren. Auch die Ritter in strahlender, gülden verzierter Rüstung sollte man schnellstens vergessen. Das Burgfräulein mit Zuckertütenhut sperrte Sabine mit entsprechender Geste erst einmal in den Schrank, was die Zuschauer sehr amüsierte

Sabine erwähnte in ihren Beschreibungen zu ihrem prachtvoll bestickten Kleid, dass dieses im Bereich des Halses von einer sogenannten Fibel zusammengehalten wurde und es sich dabei um die Replik eines Originalfundes handelte.

Adivarius nutzte die geräumige Bühne und spielte die Instrumente, wie ich finde, an diesem Abend mit viel mehr Körpereinsatz. Das übertrug sich und riss die Zuschauer dazu hin, bei einigen Stücken im Takt mitzuklatschen.

Auch Sabine, wirkte sehr gelöst und erzählte frei von der Leber weg von den Lebensumständen im Hochmittelalter, bevor sie noch einige ausgewählte Stellen aus dem "Traum der Hebamme" vorlas.

Das ungemeine Platzangebot vor der Bühne brachte die Männer vom Rabenbanner dazu, ihre Szenen entsprechend auszuweiten, was dem Publikum hörbar gut gefiel. Es war Ihnen möglich, einige Abläufe erst in langsamer und später noch einmal in Originalgeschwindigkeit vorzuführen. Micha bezog das Publikum mit ein und befragte dieses, ob sie sich vorstellen könnten, welches Teil einer hochmittelalterlichen Rüstung das Wichtigste sei. Nachdem die Zuschauer unter anderem den Helm, den Brustpanzer oder das Kettenhemd genannt hatten, klärten Micha und Mike darüber auf, dass der unter dem Brustpanzer getragene Gambeson das wichtigste Kleidungsstück überhaupt war, da dieser die Kraft, die zum Beispiel ein Schwerthieb auf die Panzerung übertrug, ableitete und verhinderte, dass die Knochen des Kämpfers unter dem Panzer brachen oder Schlimmeres geschah. Gelächter erklang, als Mike den Vergleich der Knautschzone der PKWs brachte.

Nach der Vorstellung wurden Mike und Micha noch lange von den Zuschauern zu den Kampftechniken befragt. Geduldig erklärten sie und gaben Hilfestellung, als einige Männer die richtige Haltung oder den Hieb eines Schwertes probierten.

Auch Sabine stand ihren treuen Fans zur Verfügung, beantwortete Fragen und verzierte deren Bücher mit den gewünschten Widmungen.

Ein gelungener Abend.

Während eines kurzen Abstechers zur Cocktailbar unseren Hotels, fieberten wir dem Auftritt in der Hauptstadt entgegen.

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin.

Diana Wolter - WerkZeugs Kreativ KG