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Boris Koch

Boris Koch, Jahrgang 1973, wuchs auf dem Land südlich von Augsburg auf und studierte Alte Geschichte und Neuere Deutsche Literatur in München. Inzwischen lebt er ohne Abschluss, Haustiere oder Zimmerpflanzen als freier Autor in Berlin und ist Mitveranstalter der phantastischen Lesereihe "Das StirnhirnhinterZimmer" und Redakteur des Magazins "Mephisto".
Zu seinen Buchveröffentlichungen gehören unter anderem die Parodie "Die Anderen", der düstere Erzählband "Dionysos tanzt", der AllAge-Fantasyroman "Der Drachenflüsterer" und der mit dem Hansjörg-Martin-Preis ausgezeichnete Jugendkrimi "Feuer im Blut".

(Foto von Anna Kuschnarowa)

11 Fragen an Boris Koch

1. Wo befandest Du Dich und was hast Du gerade getan, als Du die Idee zu Deinem ersten Roman hattest.

BK: Ich habe nicht mehr die geringste Ahnung, ehrlich, das habe ich vollkommen vergessen. Ich bin froh, wenn ich meine Ideen behalten kann ...


2. Was ist das für ein Gefühl, wenn man Monate an einem Roman gearbeitet hat und das Buch dann beendet?


BK: Eine seltsame Mischung aus Erleichterung, Freude, Erschöpfung, Zweifel, Stolz, Spannungsabfall, Verwirrung, Glück und vielem anderen. Auf jeden Fall habe ich dann Lust rauszugehen und zu feiern.


3. Wie setzt sich Deine Leserschaft zusammen?

BK: Aus meinen Lesern ...? Ich weiß es nicht, die meisten bekomme ich ja nie zu Gesicht. Aber so weit ich das beobachten kann wirklich querbeet. Männlein und Weiblein von zehn Jahre alt bis Rentenalter, von Punk bis Beamter. Die Jugendkrimis werden dabei meist von anderen Leuten gelesen als beispielsweise Dionysos tanzt.


4. Was war das Merkwürdigste/ Beste/ Schrägste, was Du an Kommentaren für eines Deiner Werke erhalten hast?

BK: Wahrscheinlich: „Ich wusste nicht, dass es dich wirklich gibt. Ich dachte erst, du bist ein Pseudonym von Christian von Aster“, als Christian und ich unser erstes gemeinsames Buch gemacht hatten.


5. Welches nicht von Dir stammende Buch sollte man unbedingt gelesen haben und warum?

BK:
Das hängt ganz gewaltig an den Vorlieben des Lesers, aber ich sag jetzt einfach mal Wir sind Gefangene von Oskar Maria Graf. Weil es eine verdammt ehrliche, genau beobachtende Autobiographie ist, in der der Autor sich selbst genauso wenig verklärt wie alle anderen. Ein wahnsinnig lebendiges, ehrliches und auch humorvolles Zeugnis aus der Zeit um den 1. Weltkrieg.


6. Wann ist ein Text /eine Geschichte gut?


BK:
Dafür gibt es keine allgemeingültige Aussage. Jede Geschichte, jeder Autor und jeder Leser hat seinen eigenen Maßstab.


7. Was wolltest Du in einem Interview schon immer mal gefragt werden...und was würdest Du darauf antworten?


BK: „Darf ich dich am Anschluss noch zum Essen einladen? Ein Menü mit mehreren Gängen ...“ – „Ja, gern.“


8. Hast Du neben dem Schreiben noch Zeit für Hobbys und falls ja, welche wären das?

BK:
Vor allem eins: Fußball. Ich spiele in einer Hobbymannschaft, schau gerne Spiele in einer Kneipe mit anderen Fußballfans und lese entsprechende Magazine und Bücher. Ansonsten gehe ich gern ins Kino, treffe Freunde oder unternehme was mit meiner Freundin.


9. Wie reagierst Du auf Kritik?

BK: Kommt darauf an, ob der Kritiker einen Kopf größer oder kleiner ist ...


10. Wenn Du vier Personen zum Tee oder auf ein Bierchen einladen könntest, lebend oder tot: Wer wäre es und warum?


BK:
Das ist diese gemeine Fangfrage. Verführt von den Möglichkeiten lädt man sich Homer, Jesus, Robin Hood und Helena von Troja ein, und merkt beim Bier dann, dass das mit der Verständigung nicht klappt und man nur Helena anstarren kann, die sich aber angeregt mit Homer unterhält. Nein, nein, ich lade mir spontan ein: Zinedine Zidane, Oskar Maria Graf, Georg Büchner und Alexander von Humboldt, weil ich glaube, dass sie alle etwas zu erzählen haben und ich einmal mit Zidane kicken möchte.


11. Wie ist Dein persönliches Schreibritual (was braucht es zum Schreiben)?


BK: Ich habe kein Ritual. Zum Schreiben brauche ich einfach nur meinen Rechner