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Gesa Schwartz

 

Gesa Schwartz wurde 1980 in Stade geboren. Aus ihrer Leidenschaft für Literatur entwickelte sich während ihres Studiums der Deutschen Philologie, Philosophie sowie Deutsch als Fremdsprache in Göttingen ein besonderes Interesse für das Genre der Phantastik. Nach ihrem Abschluss begab sie sich im Rahmen einer einjährigen Europareise auf die Spuren der Geschichtenerzähler und entdeckte die Wunder der Alten Welt. Zurzeit lebt sie in der Nähe von Hamburg in einem Zirkuswagen und tut, was neuzeitliche Geschichtenerzähler eben tun: Sie phantasiert, erzählt - und schreibt.

Mehr Informationen zu Gesa Schwartz auf ihrer offiziellen Homepage: www.gesa-schwartz.de

 

  

1. Wo befandest Du Dich und was hast Du gerade getan, als Du die Idee zu Deinem ersten Roman hattest?

Wie ich an die Idee zu meiner allerersten längeren Geschichte gekommen bin, weiß ich nicht mehr, das ist zu lange her. Aber bei GRIM bin ich mitten in der Nacht durch die Straßen einer unbedeutenden Stadt gelaufen.


2. Was ist das für ein Gefühl, wenn man Monate an einem Roman gearbeitet hat und das Buch dann beendet?

Einerseits war ich erleichtert, andererseits auch etwas wehmütig, mich von der Geschichte und ihren Figuren erst einmal verabschieden zu müssen.


3. Wie setzt sich Deine Leserschaft zusammen?


Da GRIM erst seit ein paar Wochen auf dem Markt ist, kann ich darauf noch keine gesicherte Antwort geben. Bisher bekomme ich Zuschriften der unterschiedlichsten Leser mit den verschiedensten Vorlieben, und ich würde mich freuen, wenn das so bleibt.


4. Was war das Merkwürdigste/ Beste/ Schrägste, was Du an Kommentaren für eines Deiner Werke erhalten hast?

Das Beste sind die Emails, in denen mir Leser schreiben, was ihnen an Grim gefallen hat und warum das Buch für sie etwas Besonderes ist. Da einen bestimmten Kommentar herauszugreifen, würde ich als unfair empfinden. Die Merkwürdigkeiten halten sich bisher noch in Grenzen.


5. Welches nicht von Dir stammende Buch sollte man unbedingt gelesen haben und warum?

"Der Spiegel im Spiegel" von Michael Ende, weil es in jeder Hinsicht ein phantastisches Buch ist.


6. Wann ist ein Text / eine Geschichte gut?


Eine Geschichte ist dann gut, wenn sie so erzählt wurde, wie sie es erfordert hat.


7. Was wolltest Du in einem Interview schon immer mal gefragt werden...und was würdest Du darauf antworten?

Ich lasse mich von den Fragen meiner Interviewpartner gern überraschen, und ich warte gespannt darauf, wann und von wem mir genau diese Frage gestellt wird, daher werde ich sie an dieser Stelle nicht verraten (wenn es sie denn überhaupt gibt).


8. Hast Du neben dem Schreiben noch Zeit für Hobbys und falls ja, welche wären das?


Hobbys im eigentlichen Sinn habe ich nie gehabt, wohl aber einige Leidenschaften, die ich so weit wie möglich verfolge, wie Filme gucken, Lesen, Zeit mit Freunden und Familie verbringen und mit meinem Hund Fenris.

9. Wie reagierst Du auf Kritik?

Es gibt inzwischen einige Menschen, angefangen von Testlesern bis hin zu Lektoren, die meine Texte kritisieren – für ihre Kritik bin ich immer sehr dankbar, da sie mir hilft, mich zu verbessern und meine Geschichten so zu erzählen, wie sie es verdienen. Wie ich mit Kritik von außen, also sozusagen von Fremden, umgehe, kommt auf die Kritik an. Wichtig bei aller Kritik ist mir, wer mich kritisiert, d.h. ich frage mich immer zuerst, was denjenigen dazu befähigt, die Kritik zu üben, was ihn also gewissermaßen für mich zu einer Autorität macht. Wenn ich die Kritik dann als gerechtfertigt ansehe, versuche ich, mich zu verbessern. Mitunter werden persönliche Meinungen geäußert, die der meinen widersprechen – aber das empfinde ich dann nicht als Kritik, denn jeder hat das Recht, sich seine Meinung zu bilden und sie zu vertreten, und nicht jedem muss gefallen, was oder wie ich schreibe. Wenn allerdings oberflächlich gelesen wurde oder andere Motive hinter einer Kritik stecken, die mit dem eigentlichen Text erst in zweiter Linie etwas zu tun haben, dann ist die Kritik für mich nicht ernstzunehmen. In dem Fall sagt die Rezension oft mehr über den Rezensenten aus als über das Buch. Die Kritik hat sich damit selbst disqualifiziert und landet in meiner – ich zitiere Ralf Isau – „mentale[n] Sondermülltonne“.


10. Wenn Du vier Personen zum Tee oder auf ein Bierchen einladen könnten, lebend oder tot: Wer wäre es und warum?


Goethe, Michael Ende und Dian Fossey, weil ich viele Fragen an sie hätte und darüber hinaus gern einmal Zeit in der Nähe dieser Menschen verbringen würde. Und mein Vater, weil er mir fehlt.


11. Wie ist Dein persönliches Schreibritual (was braucht es zum Schreiben)?


Ein Ritual habe ich nicht. Ich brauche nur Ruhe zum Schreiben und die innere Notwendigkeit, dass etwas erzählt werden muss.