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Vee-Jas

Juliane Seidel

Die aus Suhl im Thüringer Wald stammende Künstlerin arbeitet als Illustratorin, Autorin und Web-Designerin. Bereits im Jahr 2001 gründetet sie den Künstlerzirkel ARS, den sie bis 2008 leitete. 2004 erreichte sie das Finale des amerikanischen Wettbewerbs 'Draw your own Manga'. Seit 2005 widmet sich die studierte Wirtschaftsinformatikerin mehr und mehr dem Schreiben, im kommenden Jahr wird ihr erster Roman 'Assjah - Weltenwandler' erscheinen.

Tanja Meurer

Die gebürtige Wiesbadenerin begann 1997 mit Illustrationen für Kinderbücher und widmete sich dann neben verschiedenen Arbeiten für Zeitschriften und PC-Spiele auch dem Porträtzeichnen. Bei diversen nationalen und internationalen Manga- und Comicwettbewerben konnte sie Platzierungen im vordersten Feld erreichen. Im Jahr 2007 gewann sie zudem mit ihrer Kurzgeschichte "Zwielicht" einen Autorenwettbewerb. Im nächsten Jahr erwartet uns der erste Teil ihrer Dark-Fantasy-Romanreihe "Night's End".

 

 

 

 

11 Fragen an Vee-Jas

Juliane Seidel

1. Wo befandest Du Dich und was hast Du gerade getan, als Du die Idee zu Deinem ersten  großen oder erfolgreichen Werk/Bild hattest.

JS: Das ist nicht wirklich eine Frage, die sich einfach so beantworten lässt. Das liegt nicht nur daran, dass ich mich selbst nicht mehr daran erinnern kann, was wirklich mein erstes großes Bild war. Teilweise dürften es wohl ganz alte, (aus heutiger Sicht) schlechte Bilder sein, über die ich überhaupt zum Zeichnen gekommen bin, teilweise sind es ganz aktuelle Bilder, im Grunde immer solche, bei denen ich eine persönliche Hürde überwunden habe.
Dabei kann ich überall gewesen sein, alles Mögliche gemacht haben… immerhin kommt Inspiration von überall her.

 

2. Was ist das für ein Gefühl, wenn man lange an einem Bild/einer Illustration gearbeitet hat und das Werk dann fertigstellt?


JS: Für mich ist das ein tolles Gefühl, selbst wenn mich dann erst die ganzen Fehler einholen und „erschlagen“. Aber wenn man mitunter Wochen lang immer dasselbe Bild vor Augen hat, ist man gleichzeitig froh und ein wenig traurig, wenn man es endlich hinter sich lassen kann.


3. Wie setzen sich Deine Kundschaft/Deine Auftraggeber zusammen?

JS: Das dürfte bei mir wohl vorwiegend die gängige Manga- Gemeinschaft sein, seien es nun die bunten Cosplayer oder die nervös-schüchternen Mädels. Ich sage mit Absicht Mädels, da die Motive, die ich zeichne (hübsche Jungs) wohl am meisten in diesen Kreisen Abnehmer findet.
Ansonsten bin ich gerade erst dabei andersweitig Luft zu schnuppern, habe ein paar Portraits gemacht und arbeite gerade zum ersten Mal als Coverdesigner- muss jedoch feststellen, dass ich dafür noch nicht gut genug bin und ich noch mehr an mir arbeiten muss.

 

4. Was war das Merkwürdigste/ Beste/ Schrägste, was Du an Kommentaren für eines Deiner Werke erhalten hast?

JS: „Die Hüfte dieses Mädchens sieht gebrochen aus“- das war in dem Sinne lustig, weil sich auf dem Bett ein nackter Man räkelte, mit allen Dingen, die einen Mann ausmachen. Ansonsten erinnere ich mich wenig genau an Kommentare, Kritik bleibt dahingehend eher haften.


5. Welches nicht von Dir stammende Kunstwerk sollte man unbedingt kennen und warum?

JS: Das ist eine schwierige Frage, einfach weil mit viel zu viele Bilder und Künstler einfallen, die es hier zu nennen gilt. Sei es nun „Die Erschaffung des Adams“ von Michelangelo, oder „Zeichnende Hände“ von Escher. Ich finde man sollte viele Werke kennen, doch wirklich beeindruckt haben mich Bilder, dessen Schöpfer ich nicht einmal kenne- ein abstraktes Bild in dem Flur einer Kurstätte, dass soviel Symbolik und Faszination ausstrahlte, dass es mich für fast ein Stunde vollkommen gefangen nahm und das schlichte Portrait einer schwarz gekleideten Frau in einem Museum, das in sich eine Ruhe und Perfektion ausstrahlte, dass ich ebenfalls eine lange zeit nicht weitergehen konnte.


6. Wann ist ein Bild/eine Illustration gut?

JS: Ein Bild ist für mich gut, wenn es eine verschlüsselte Botschaft enthält, die sich dem Betrachter erst dann verbirgt, wenn man sich wirklich damit beschäftigt. Für mich ist dann Perfektion, Anatomie und Farbgebung nebensächlich, wenn es allein durch Ausstrahlung und Atmosphäre zu fesseln weiß. Und manchmal machen kleine Fehler ein Werk erst interessant.


7. Was wolltest Du in einem Interview schon immer mal gefragt werden...und was würdest Du darauf antworten?

JS: Darauf kann ich nicht wirklich eine Antwort geben, da mir nichts einfällt, was ich vermisst hätte.

 

8. Bleibt Dir neben dem Zeichnen/Malen auch noch Zeit für Hobbys und falls ja, welche wären das?

JS: Mir bleibt durchaus Zeit und manchmal muss man sich diese auch nehmen. Ich schreibe sehr gerne, würde fast sogar sagen, dass mir das noch mehr bedeutet; lese viel, liebe Rollenspiel und schaue mir gerne Filme an. Ich schreibe auch gerne Rezensionen, programmiere Internetseiten und bin ansonsten auch recht „netz“-aktiv.


9. Wie reagierst Du auf Kritik?

JS: Im ersten Moment blocke ich wohl oft, bzw. nehme sich nur schwer an. Zumeist dauert es eine Weile, bis ich aufnahmefähig genug bin und leider ist es dann immer zu spät, um ein Bild noch entsprechend zu verbessern. Doch zumeist ist Kritik sehr wichtig um besser zu werden, gleich wenn es bei mir etwas dauert, bis ich aus Fehlern lerne- leider…


10. Wenn Du vier Personen zum Tee oder auf ein Bierchen einladen könntest, lebend oder tot: Wer wäre es und warum?

JS: Eine tolle Frage. Bei mir wären das M.C. Escher, einfach weil ich gerne einmal von ihm erfahren würde, wie man solch phantastische Grafiken hinbekommt, ohne sich zu verzetteln. Hermann Hesse, als mein Lieblingsautor müsste ebenfalls dabei sein, da ich seine Bücher liebe und er eines meiner Vorbilder ist.
Da ich Filme gerne habe, würde ich Billy Wilder ebenfalls einladen. Er zählt mit seinen Filmen auch heute noch zu meinen Lieblingen. Und letztendlich Alphonse Mucha, einem der schillerndsten Vertreter des Jugendstils.

11. Wie ist Dein persönliches Ritual wenn Du an Deinen Werken arbeitest (was braucht es zum Zeichnen/Malen)?

JS: Zum Zeichnen brauche ich Musik im Hintergrund, manchmal auch einen Film (er sollte nur nicht zu spannend sein) und leider Gottes jede Menge Süßkram. Zum Schreiben wiederum kann ich Musik nicht gebrachen, bin dahingehend also recht schwierig. Ein wirkliches Ritual habe ich nicht, doch zumeist brauche ich einen Tisch, um richtig arbeiten zu können.

 

Tanja Meurer

1. Wo befandest Du Dich und was hast Du gerade getan, als Du die Idee zu Deinem ersten  großen oder erfolgreichen Werk/Bild hattest.

TM: Das lässt sich nicht genau festlegen, schon weil meine Ideen immer und aus eigener Kraft über mich hergefallen sind. Es gab also nie etwas – in dem Sinne – bedeutendes, was sich vom Rest unterschieden hätte. Bei einem Zeichner geht der Arbeitsweg kontinuierlich voran, steigert sich also mit der Qualität seines Könnens. Die Unterschiede zu den vorangegangenen Illustrationen sind also immer nur marginal.
An eines erinnere ich mich, als Veränderung; zumindest war es ein etwas tieferer Einschnitt, als zuvor. Das Cover zu Testament war die erste Zeichnung, in der ich Rahmen verwendete, Ornamentiken. Leider wurde das dann von ziemlich vielen Leuten in den Folgejahren kopiert, die sich in meinem Umkreis aufhielten. Damit waren meine Rahmen und Ornamente nichts besonderes mehr.


2. Was ist das für ein Gefühl, wenn man lange an einem Bild/einer Illustration gearbeitet hat und das Werk dann fertig stellt?

TM: Zumeist Erleichterung, weil die kreative Arbeit, der Entwurf also, sturem Ausarbeiten weicht und das schon ermüdend ist. Aber es hat den Vorteil, man muss nicht dabei denken.

3. Wie setzen sich Deine Kundschaft/Deine Auftraggeber zusammen?

TM: Aller Arten, aller Größen ;)
Zumeist sind es immer noch mangabeigeisterte Teens und Twens, allerdings auch reichlich Erwachsener, die Portraits und Sonderaufträge vergeben. Gerade erst ist ein Furry-Bild fertig geworden.
Auch Schriftentwürfe und Comicstrips werden immer wieder gewünscht. Diese Aufträge werden im seltensten Fall von meiner Stammkundschaft vergeben. Das sind dann eher die seriösen Arbeiten.


4. Was war das Merkwürdigste/ Beste/ Schrägste, was Du an Kommentaren für eines Deiner Werke erhalten hast?

TM: Von einem Kerl, der sich gerade durch meine Sachen sah: Zeichnest Du auch Weiber?
Ich fand es sehr lustig, weil sonst jeder meine Männer für Frauen hielt, und ausgerechnet dieser Mega-Macho mit dem Spruch kam.

 

5. Welches nicht von Dir stammende Kunstwerk sollte man unbedingt kennen und warum?

TM: Michelangelos David wegen seiner Perfektion, Rembrands Gemälde wegen ihrer ätherischen Lichtspiele und El Grecos Bilder wegen der eleganten Überspitzung der Heiligkeit.

6. Wann ist ein Bild/eine Illustration gut?

TM: Wenn sie stilvoll und vielfältig ist, perfekt in sich und detailreich, sodass das Auge immer neue Punkte findet. Aber auch das Portrait eines Menschen, dem das Leben alle Male in das Gesicht gezeichnet hat, kann mich hinreißen.


7. Was wolltest Du in einem Interview schon immer mal gefragt werden...und was würdest Du darauf antworten?

TM: Darauf kann ich leider keine Antwort geben, denn mir fällt tatsächlich dazu nichts ein.


8. Bleibt Dir neben dem Zeichnen/Malen auch noch Zeit für Hobbys und falls ja, welche wären das?

TM: Schreiben, lesen (leider nur sehr selten), Museen, Oldtimer sammeln (leider zu teuer zurzeit)…

9. Wie reagierst Du auf Kritik?

TM: Massiv zickig manches Mal. Allerdings ist Kritik immer einfacher zu verkraften, wenn sie von jemand kommt, der Besser ist als ich, weil dann die Kritik zumeist Hand und Fuß hat.
Allerdings sorgt sie immer für Entwicklungssprünge. Insofern ist sie wieder sehr gut.


10. Wenn Du vier Personen zum Tee oder auf ein Bierchen einladen könntest, lebend oder tot: Wer wäre es und warum?

TM: Edgar Allen Poe, um die Geheimnisse seiner eigentlich ziemlich kranken Geschichten zu verstehen.
E.T.A Hoffmann, weil er einer der ersten Phantasten und Kriminalautoren der Welt war.
Jack Palance, denn er war einer der stillsten und interessantesten Hollywoodschauspieler der 50er bis in die 90er.
Oscar Wilde, obwohl ich mir sicher bin, dass seine Borniertheit seine Genialität um Längen übertraf.

11. Wie ist Dein persönliches Ritual wenn Du an Deinen Werken arbeitest (was braucht es zum Zeichnen/Malen)?TM: Kaffee in rauen Mengen, aber den brauche ich immer.Teils, wenn ich an Comics sitze, Filme, die das tragende Gefühl des Comics unterstützen. Ansonsten zumeist nur eine gute Heizung, weil ich immer friere.