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André Wiesler wurde am 25.9.1974 in Wuppertal geboren, wo er bis heute mit seiner Frau Janina lebt. Nach einem Studium der Germanistik und einigen Jahren der Autorenschaft fürs Fernsehen ist er heute als freiberuflicher Übersetzer und Schriftsteller tätig.

André Wiesler verfasste zahlreiche Romane und Kurzgeschichten, und ist Chefredakteur des Rollenspiels LodlanD sowie des monatlichen Magazins Envoyer und der Spielreihe Zeit der Helden (Pegasus-Spiele).

 

(Text und Foto mit freundlicher Genehmigung des Autors und der Literaturagentur Schmidt & Abrahams)

11 Fragen an André Wiesler



1. Wo befandest Du Dich und was hast Du gerade getan, als Du die Idee zu Deinem ersten Roman hattest.

AW: Ich saß am Rollenspieltisch und habe Shadowrun geleitet. Der erste Roman war ja „Shelley“, und der basiert weitgehend auf einem Shadowrunabenteuer aus meiner Feder.


2. Was ist das für ein Gefühl, wenn man Monate an einem Roman gearbeitet hat und das Buch dann beendet?

AW: Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, um dieses geflügelte Wort zu bemühen, dessen Federn schon etwas ausgefranst sind. Auf der einen Seite ist man froh, das Werk beendet zu haben und stolz darauf; auf der anderen Seite fällt man in ein tiefes Loch, weil das wegfällt, was für die letzten Monate einer der Lebensmittelpunkte war.

 

3. Wie setzt sich Deine Leserschaft zusammen?

AW: Ich hoffe, möglichst bunt :-) Ich mag den Gedanken, dass ich mit meinen Büchern im Idealfall über Geschlechter- und Altersgrenzen hinweg unterhalte. Statistische Erhebungen dazu gibt es meines Wissens nach aber noch nicht.

4. Was war das Merkwürdigste/ Beste/ Schrägste, was Du an Kommentaren für eines Deiner Werke erhalten hast?

AW: „Die Sätze sind zu lang, die verstehe ich nicht, darum gibt es für das Buch nur einen Stern“ (die schlechteste Bewertung)


5. Welches nicht von Dir stammende Buch sollte man unbedingt gelesen haben und warum?

AW: „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende, weil sie bei jedem neuen Lesen in jedem Alter neue Einblicke bereithält und das Urbild einer guten phantastischen Geschichte darstellt.


6. Wann ist ein Text /eine Geschichte gut?

AW: Wenn sie den Leser gut unterhält.

7. Was wolltest Du in einem Interview schon immer mal gefragt werden...und was würdest Du darauf antworten?

AW: Frage: „Wie schaffen sie es, mit einem Job, der gemeinhin als brotlos gilt, so dick zu werden?“
Antwort: „Ich bin ein guter Futterverwerter – da reicht es, hier und da mal etwas fett zu schreiben.“

8. Hast Du neben dem Schreiben noch Zeit für Hobbys und falls ja, welche wären das?

AW: Die Zeit schmilzt täglich mehr dahin, unter anderem wegen meiner Vaterpflichten und -freuden, aber bisher schaffe ich es einigermaßen regelmäßig Rollenspiel zu betreiben, dann und wann zu Pokern und hier und da zum Mixed-Martial-Arts-Training zu gehen.


9. Wie reagierst Du auf Kritik?

AW: In fünf Phasen: Leugnen, schmollen, überdenken, ändern, bedanken.


10. Wenn Du vier Personen zum Tee oder auf ein Bierchen einladen könntest, lebend oder tot: Wer wäre es und warum?

AW: Stephen Hawking, weil er mir vielleicht erklären kann, wie man unseren Festplattenrekorder programmiert.
Ludwig van Beethoven, für die Hintergrundmusik.
Napoleon, um meinen Tee auf irgendwas abstellen zu können.
Helena, um zu sehen, ob ich sie als Germanys Next Topmodel vermarkten kann.


11. Wie ist Dein persönliches Schreibritual (was braucht es zum Schreiben)?

AW: Hinsetzen, Musik anschalten, schreiben. Seit ich stolzer Besitzer eines Netbooks bin, kann das beinahe überall passieren. Ich habe mich bewusst von möglichen Ritualen befreit, weil sie mich zu oft daran gehindert haben, die Zeit zum Schreiben zu nutzen. Irgendwas war sonst immer „nicht richtig“.